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npn-transistor_in_emitter-schaltung

====== NPN-Transistor in Emitter-Schaltung ====== * [[http://www.roboternetz.de/phpBB2/download.php?id=6987]] * [[http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0204302.htm]] * [[http://elektroniktutor.de/verst1.html]] Die Emitterschaltung ist die beliebteste Transistorschaltung, da man sie leichter kaskadieren kann als die anderen beiden Transistorgrundschaltungen, denn bei ihr ist der Unterschied zwischen Eingangswiderstand und Ausgangswiderstand am geringsten. Allerdings hat sie auch einige Nachteile. Betreibt man sie mit hoher Gegenkopplung, damit die Verzerrungen so gering wie möglich sind, dann hat sie nur eine recht geringe Verstärkung. Betreibt man sie mit geringer Gegenkopplung, damit die Verstärkung so groß wie möglich sind, dann hat sie einen hohen Grad an Verzerrungen. Im Verstärkerbereich wurde sie durch Operationsverstärker (OPV) abgelöst, in anderen Bereichen ist sie dagegen noch sehr verbreitet. Die Emitterschaltung ist sehr Temperaturabhängig. Die Arbeitspunkt-Stabilisierung mit Spannungsgegenkopplung ist schlechter als bei der Stromgegenkopplung. Deshalb nimmt man bevorzugt die Arbeitspunkt-Stabilisierung mit Stromgegenkopplung. Mit Hilfe eines Widerstandes zwischen Emitter und Masse (0V) wird die Arbeitspunktstabilisierung hergestellt. Dieser Widerstand wird als Emitterwiderstand ''RE'' bezeichnet. Wird die Emitterschaltung mit dem Emitterwiderstand ''RE'' betrieben, spricht man von Gleichstromgegenkopplung. Bei der Stromgegenkopplung geht es darum, dem Anstieg des Kollektorstroms bei ansteigender Temperatur des Transistors entgegenzuwirken. Der Emitterwiderstand ''RE'' ist maßgeblich an einem wesentlich höheren Eingangswiderstand zwischen Basis und GND beteiligt. Er befindet sich funktionell in Reihe zum Basis-Emitter-Widerstand ''rBE''. Dieser Eingangswiderstand bildet sich aus der Multiplikation von Emitterwiderstand ''RE'' und Wechselstromverstärkung ''ß''. Der Emitterwiderstand ''RE'' wirkt auch als Signalgegenkopplung. Vernachlässigt man die Leerlaufverstärkung bildet sich die durch ''RE'' gegengekoppelte Verstärkung aus ''RC/RE''. * Niederfrequenztransistor (NF): BC... (zum Beispiel: "BC 547") * Hochfrequenztransistor (HF): BF... (zum Beispiel: "BFR 106") UB = Betriebsspannung # die sollte nicht höher sein als die maximal zulässige Kollektor-Emitter-Spannung, die steht in den Datenblättern des Transistor's AP = UB / 2 # Der ArbeitsPunkt muss mit R1 und R2 genau auf die halbe Betriebsspannung eingestellt werden! Vu = Spannungsverstärkung IC = Kollektorstrom # der maximal zulässige Kollektorstrom steht in den Datenblättern des Transistor's UBE= Basis-Emitter-Spannung # die Basis-Emitter-Spannung steht in den Datenblättern des Transistor's (bei Si-Tr. 0,6-0,7V / bei Ge-Tr. 0,3-0,6V) rBE= Basis-Emitter-Widerstand # steht im Datenblatt des Transistor's B = Verstärkungsfaktor # der Verstärkungsfaktor steht in den Datenblättern des Transistor's RC = Kollektorwiderstand # dieser Widerstand liegt zwischen Kollektor und Spannungsquelle (bei NPN-Transistoren ist das der Pluspol) RE = Emitterwiderstand # dieser Widerstand liegt zwischen Emitter und Spannungsquelle (bei NPN-Transistoren ist das der Minuspol) ==== Die Röhre war gut - ein Plädoyer für den richtigen Verstärker ==== * [[http://www.abacus-electronics.de/83-0-Roehre+-+Transistor.html]] ===== Verlustleistung ===== * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Beschreibung_des_Bipolartransistors#Leistung]] Im Buch "Elektronik Formelsammlung" im Abschnitt "1.7.9. Verlustleistung und Verlusthyperbel": * [[http://www.scribd.com/doc/44350248/elektronik|Elektronik Formelsammlung]] Im einem Transistor wird während des Betriebes elektrische Arbeit inWärme umgesetzt. Der Transistor wird dadurch erwärmt.Man unterscheiden zwischen der Kollektor-Emitter-Verlustleistung ''PCE'' und der Basis-Emitter-Verlustleistung ''PBE'': PCE = UCE * IC PBE = UBE * IB Beide Verlustleistungen ergeben zusammen die Gesamtverlustleistung Ptot = UCE * IC + UBE * IB Die Basis-Emitter-Verlustleistung ist meist sehr viel kleiner als die Kol-lektor-Emitter-Verlustleistung und kann deshalb vernachlässigt werden PCE ~ UCE * IC PCE ~ UCE^2 / RC ===== einfache Schaltung mit Spannungsgegenkopplung ===== * [[http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1102161.htm]] +----------O | UB +-+ | | RC | | | | +-+ C2 | || +-----------+-----||---O | AP | || +-+ | | | RB | | | | | | / C1 +-+ | / E || | |/ O---||-----+-------| T1 || |\ | > \ | | Masse O----------------------+----------O ==== Berechnung der Schaltung mit Spannungsgegenkopplung ==== Damit der Arbeitspunkt genau eingestellt werden kann, muss der genaue Verstärkungsfaktor des Transitor's bekannt sein. Dabei ist zu beachten, dass die Angaben in den Datenblättern nicht genau sind, die einzelnen Transistoren haben leicht unterschiedliche Verstärkungsfaktoren. RC = UB / IC RB ~ B * RC ===== einfache Schaltung mit Stromgegenkopplung ===== Die Stromgegenkopplung stellt eine bessere Stabilität gegen Temperaturunterschiede dar. * [[http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0204134.htm]] +-----------+----------O | | UB +-+ +-+ | | RB1 | | RC | | | | | | | | +-+ +-+ C2 | | || A | AP +-----||---O | | || | / C1 | | / E || | |/ O---||-----+-------| T1 || | |\ | | > | \ | | <-- (in der Praxis fallen an RE mindestens 1 Volt bzw. 1/10 UB ab) +-+ +-+ | | RB2 | | RE | | | | | | | | +-+ +-+ | | Masse O----------+-----------+----------O ==== Berechnung der Schaltung mit Stromgegenkopplung ==== Diese Schaltung bietet die größte Stabilität gegen Temperaturunterschiede, hat die größte Übertagungsbandbreite aber hat auch den geringsten Verstärkungsfaktor und eine recht kleine Ausgangsspannung. Der Emitterwiderstand ''RE'' bestimmt die Güte der Stabilisierung. Je größer der Emitterwiderstand, desto stabiler ist der Arbeitspunkt und desto kleiner ist die Ausgangsleistung. === Berechnungsbeispiel 1 === * [[http://www.elektronikinfo.de/strom/emitterschaltung.htm]] * [[http://elektroniktutor.de/analogverstaerker/emitter.html#igegen]] Der Widerstand ''RE'' bestimmt neben dem Basisspannungsteiler den Eingangswiderstand. Dadurch kann man einen Mindestwert für ihn bestimmen. Der //Eingangswiderstand des Transistors// ''RT'' berechnet sich in erster Näherung wie folgt: RT = B * RE + rBE Wir dimensionieren den Emitterwiderstand ''RE'' in der Größenordnung des Basis-Emitter-Widerstand: RE ~ rBE Wollen wir eine größere Temperaturstabilität, dann vergrößern wir ''RE'': Faktor = 1...20 RE = rBE * Faktor Für geringe Spannungs-Verstärkungsfaktoren, was z.B. für Faktor //10// zutrifft, kann man die Verstärkung nach folgender, vereinfachter Formel berechnen: Vu ~ RC / RE RC ~ RE * V Leerlauf-Spannungsverstärkung: Vu ~ (B * ((RC * RL) / (RC + RL)) ) / (rBE + B * RE) Leerlauf-Spannungsverstärkung, Näherung: Vu ~ ((B / rBE) * RC) / RE Leerlauf-Spannungsverstärkung, unter der Annahme, dass rBE viel kleiner als (B * RE) ist: Vu ~ ((RC * RL) / (RC + RL)) / RE Leerlauf-Spannungsverstärkung, ohne Last: Vu ~ RC / RE Impedanz des Spannungsteilers RB1/RB2: RS = (RB1 * RB2) / (RB1 + RB2) Impedanz der Tr-Basis-Emiter - RE1 - Strecke: RtrRE = rBE + B * RE1 Eingangswiderstand (Rein): Rein = (RS * RtrRE) / (RS + RtrRE) Widerstände des Basis-Spannungsteilers: RB2 = RS * (UB / (UB - UR2)) RB1 = RB2 * ((UB - UR2) / UR2) C1 = 1 / (2 * Pi * f * RT) Rx = Eingangswiderstand der nachfolgenden Stufe C2 = 1 / (2 * Pi * f * Rx) Verlustleistung, wenn die Kollektorspannung UC = halber Betriebsspannung UB ist => Arbeitspunkt AP: PV = UC² / RC === Berechnungsbeispiel 2 === **Werte des zu verwendenden Transistors (BC547)**:\\ ''U<sub>CE max</sub>'' = maximal zulässige Kollektor-Emitter-Spannung des Transistors = ''45 V''\\ ''U<sub>BE</sub>'' = Basis-Emitter-Schwellwertspannung = ''0,7 V''\\ ''I<sub>C max</sub>'' = maximal zulässiger Kollektor-Strom des Transistors = ''0,1 A''\\ ''P<sub>V max</sub>'' = maximal zulässige Verlustleistung des Transistors = ''0,5 W''\\ ''B<sub>max</sub>'' = Verstärkung die der Transistor auf jeden Fall kann = ''420''\\ **Werte der gewünschten Schaltung**:\\ ''U<sub>B</sub>'' = Betriebsspannung der Schaltung (sie muss auf jeden Fall kleiner als ''U<sub>CE max</sub>'' sein) = ''12 V''\\ ''B'' = Verstärkungsfaktor den wir für diese Schaltung festlegen = ''100'' (berechnet wird der tatsächliche Verstärkungsfaktor mit: ''I<sub>C</sub> / I<sub>B</sub>'')\\ **Werte der erforderlichen Bauteile**:\\ ''U<sub>RE</sub>'' = Spannungsabfall am Emitter-Wiederstand >= ''1 V''\\ ''R<sub>C</sub>'' = Kollektor-Wiederstand = ''( U<sub>B</sub> - U<sub>RE</sub> ) / I<sub>C max</sub>''\\ ''R<sub>E</sub>'' = Emitter-Wiederstand = ''R<sub>C</sub> / ( ( U<sub>B</sub> / 2 ) / U<sub>RE</sub> )''\\ ''I<sub>C</sub>'' = Kollektor-Strom = ''U<sub>B</sub> / ( R<sub>C</sub> + R<sub>E</sub> )''\\ ''I<sub>B</sub>'' = Basis-Strom = ''I<sub>C</sub> / B''\\ ''Faktor<sub>R1+R2</sub>'' = gängige Werte liegen zwischen 2 und 10 (dieser Wert wird für die Berechnung fest gelegt) = ''( ( U<sub>BE</sub> + U<sub>RE</sub> ) / R<sub>2</sub> ) / I<sub>B</sub>''\\ ''R<sub>2</sub>'' = unterer Wiederstand am Basis-Spannungsteiler = ''( U<sub>BE</sub> + U<sub>RE</sub> ) / ( Faktor<sub>R1+R2</sub> * I<sub>B</sub> )''\\ ''R<sub>1</sub>'' = oberer Wiederstand am Basis-Spannungsteiler = ''( ( U<sub>B</sub> - U<sub>BE</sub> - U<sub>RE</sub> ) / ( ( I<sub>B</sub> * R<sub>2</sub> ) + U<sub>BE</sub> + U<sub>RE</sub> ) ) * R<sub>2</sub>''\\ ''P<sub>V</sub>'' = Verlustleistung der Schaltung = ''( U<sub>B</sub> - U<sub>RE</sub> )<sup>2</sup> * I<sub>C max</sub>''\\ Der Wert von ''R<sub>2</sub>'' entspricht ca. dem Eingangswiederstand der Schaltung, er kann auch auf einen anderen Wert festgelegt werden und muss nicht unbedingt errechnet werden, dann muss aber ''Faktor<sub>R1+R2</sub>'' errechnet werden Mit ''Faktor<sub>R1+R2</sub>'' legt man fest, der wieviel fache Wert des Basis-Stroms durch diesen Basis-Spannungsteiler fließen soll.\\ Wenn ''R<sub>2</sub>'' festgelegt wird (um beispielsweise einen bestimmten Eingangswiederstand der Schaltung zu erreichen), dann muss der Wert für ''Faktor<sub>R1+R2</sub>'' errechnet werden und darf auf keinen Fall kleiner als ''2'' sein. Bei Werten ''>10'' ist es Stromverschwendung und die Schaltung wird zu warm.\\ Der Wert für ''P<sub>V</sub>'' darf nicht größer sein als der Wert für ''P<sub>V max</sub>'' ist.\\ Im Überschlag kann man für ''U<sub>RE</sub>'' den Wert von ''U<sub>B</sub>/10'' annehmen, jedoch sollten es in der Regel mindestens 1V sein.\\ Will man es genaue, dann nimmt man für R<sub>E</sub> den Wert von r<sub>BE</sub> an und wenn man eine höhere Temperaturstabilität haben möchte, dann erhöht man ihn um den Faktor 1-20. === Berechnungsbeispiel 3 === **Werte des zu verwendenden Transistors (BC547)**:\\ ''U<sub>CE max</sub>'' = maximal zulässige Kollektor-Emitter-Spannung des Transistors = ''45 V''\\ ''U<sub>BE</sub>'' = Basis-Emitter-Schwellwertspannung = ''0,7 V''\\ ''I<sub>C max</sub>'' = maximal zulässiger Kollektor-Strom des Transistors = ''0,1 A''\\ ''P<sub>V max</sub>'' = maximal zulässige Verlustleistung des Transistors = ''0,5 W''\\ ''B<sub>max</sub>'' = Verstärkung die der Transistor auf jeden Fall kann = ''420''\\ **Werte der gewünschten Schaltung**:\\ ''U<sub>B</sub>'' = Betriebsspannung der Schaltung (sie muss auf jeden Fall kleiner als ''U<sub>CE max</sub>'' sein) = ''12 V''\\ ''B'' = Verstärkungsfaktor den wir für diese Schaltung festlegen = ''100''\\ **Werte der erforderlichen Bauteile**:\\ ''I<sub>C</sub>'' = maximal verträglicher Kollektor-Strom bei gegebener Betriebsspannung = ''P<sub>V</sub> / ( R<sub>C</sub> + R<sub>E</sub> )''\\ ''U<sub>RE</sub>'' = für den Spannungsabfall am Emitter-Wiederstand kalkulieren wir = ''1 V''\\ ''F<sub>URE</sub>'' = hier nehmen wir den Mindestwert, da die Betriebsspannung recht klein ist = ''1''\\ ''R<sub>E</sub>'' = Emitter-Wiederstand = ''( U<sub>RE</sub> * F<sub>URE</sub> ) / I<sub>C</sub>''\\ ''R<sub>C</sub>'' = Kollektor-Wiederstand = ''( U<sub>B</sub> - ( R<sub>E</sub> * I<sub>C</sub> ) ) / I<sub>C</sub>''\\ ''I<sub>B</sub>'' = Basis-Strom = ''I<sub>C</sub> / B''\\ ''Faktor<sub>R1+R2</sub>'' = gängige Werte liegen zwischen 2 und 10 = ''5''\\ ''R<sub>2</sub>'' = unterer Wiederstand am Basis-Spannungsteiler = ''( ( U<sub>RE</sub> + U<sub>BE</sub> ) * F<sub>URE</sub> ) / I<sub>B</sub>''\\ ''R<sub>1</sub>'' = oberer Wiederstand am Basis-Spannungsteiler = ''( ( U<sub>B</sub> - U<sub>BE</sub> - U<sub>RE</sub> ) / ( ( I<sub>B</sub> * R<sub>2</sub> ) + U<sub>BE</sub> + U<sub>RE</sub> ) ) * R<sub>2</sub>''\\ ===== Die Bootstrap-Schaltung ===== Die Arbeitspunkteinstellung einer Transistorschaltung wird oft mithilfe eines Basisspannungsteilers und eines niederohmigen Emitterwiderstands vorgenommen. Beide beeinflussen den Eingangswiderstand (Eingangsimpedanz) des Verstärkers. Der Emitterwiderstand vergrößert den Eingangswiderstand. Eine gute Arbeitspunktstabilisierung wird mit einem hohen Querstromfaktor erzielt. Daraus ergibt sich ein relativ niederohmiger unterer Widerstand für den Basisspannungsteiler. Er bestimmt letztlich den Wert des Eingangswiderstands, der bei Emitterschaltungen dann nur einige Kiloohm beträgt. Soll das Signal einer hochohmigen Quelle, z.B. eines Kondensatormikrofons oder eines Parallelschwingkreises, weiter verstärkt werden, so wird es durch einen niedrigen Eingangswiderstand negativ belastet. Mit einer speziellen Eingangsschaltung, der Bootstrap-Schaltung werden diese Nachteile weitgehend aufgehoben. (Bootstrap, engl. Stiefelschlaufe, sie dient als Anziehhilfe und wird hier sinngemäß als Ansteuerhilfe übersetzt). * [[http://home.arcor.de/d.mietke/analog/bootstrp.html]] ===== Kaskodeschaltung ===== * [[http://www.elektronikinfo.de/strom/bipolarverbundschaltungen.htm#Kaskode]] Für hohe Frequenzen ist bei großer Verstärkung die Rückwirkkapazität der Kollektor-Basis-Sperrschicht störend, wodurch die Verstärkung frequenzabhängig wird => [[http://de.wikipedia.org/wiki/Millereffekt|Millereffekt]]. Um den Millereffekt zu unterdrücken, wird die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kaskode|Kaskodeschaltung]] eingesetzt. +-------------+-----------+----------O | | | UB +-+ +-+ +-+ | | R1 | | R3 | | RC | | | | | | | | | | | | +-+ +-+ +-+ C2 | | | || A | | AP +-----||---O | | | || | | / | | | / | | |/ | +------+-------| T2 | | | |\ | | | | > | | | \ | | | | | | +-+ | | ----- | | R4 | | ----- | | | | | | | | | | +-+ | | | | | | | | / C1 | | | | / E || | | | |/ O---||-----+---------------------| T1 || | | | |\ | | | | > | | | \ | | | | +-+ | | +-+ | | R2 | | | | RE | | | | | | | | | | | | +-+ | | +-+ | | | | Masse O----------+------+------+-----------+----------O Abgesehen vom nicht vorhandenen Miller-Effekt und dem sich daraus ergebenden höheren Grenzfrequenz verhält sich die Kaskodeschaltung genauso wie eine Emitterschaltung. Es gelten sogar die gleichen Formeln zur Berechnung. Allerdings ist bei gleicher Betriebsspannung der Aussteuerungsbereich geringer, denn die Ausgangsspannung kann ja nicht geringer werden als größenordnungsmäßig die Basisspannung von T2. ===== Zweistufiger Verstärker mit galvan. Kopplung npn/pnp ===== * [[http://www.elektronikinfo.de/strom/bipolarverbundschaltungen.htm#Mehrstufig]] +-----------+-----------------------+----------O | | | UB +-+ +-+ +-+ | | RB1 | | RC1 | | RE2 | | | | | | | | | | | | +-+ +-+ +-+ | | | | AP1 +-----------+ | | | | | | / | / C1 | | / | | < E || | |/ | |/ O---||-----+-------| T1 (NPN) +-------| T2 (PNP) || | |\ |\ | | > | \ | \ RG C3 \ C2 | | +-------+ || | || A | +---| |---||------+-----||---O | | +-------+ || | || +-+ +-+ +-+ | | RB2 | | RE1 | | RC2 | | | | | | | | | | | | +-+ +-+ +-+ | | | Masse O----------+-----------+-----------------------+----------O Der Arbeitspunkt der ersten Stufe liegt üblicherweise etwas über der Hälfte der Betriebsspannung. Dies ist bei einer herkömmlichen Emitterschaltung Schaltung ungünstig, weil die relativ hohe Spannung auf eine relativ niedrige Spannung heruntergeteilt werden muß, was einen großen Teilungsfaktor und damit leider auch eine hohe Signaldämpfung ergibt. Bei dieser Schaltung mit komplementären Transistoren hingegen sind die Verhältnisse umgekehrt: Bei der zweiten Stufe sind die Spannungen nämlich auf die Betriebsspannung bezogen. Wenn man den Arbeitspunkt noch ein klein wenig höher legt und den Widerstand RC2 so dimensioniert, daß an ihm eine ausreichend hohe Spannung abfällt, kann man auf einen Spannungsteiler zwischen den beiden Stufen komplett verzichten. Der Arbeitspunkt der ersten Stufe liegt dann zwar nicht so, daß sich ein maximaler Aussteuerbereich ergibt, aber dieser ist ohnehin nicht erforderlich, weil die zweite Stufe ebenfalls eine Spannungsverstärkung besitzt und bei voller Aussteuerung der ersten Stufe vollends übersteuert werden würde. Die Verzerrungen sind im Vergleich zu einer einzigen Stufe mit gleicher Verstärkung gering, aber trotzdem erzeugt jede Stufe ein gewisses Maß an Verzerrungen. Die Verzerrungen der ersten Stufe werden von der zweiten Stufe genauso stark verstärkt wie das Nutzsignal. Man kann die Gesamtverzerrungen dadurch verringern, indem man eine sogenannte Über-Alles-Gegenkopplung verwendet => RG+C3 Bei dieser Schaltung wird ein Teil der phaseninvertierten Ausgangsspannung über RG auf den Gegenkopplungswiderstand RE1 zurückgeführt. Dieses Gegenkopplungssignal sorgt dafür, daß die Verstärkung beider Stufen zusammen einen definierten Wert besitzt und durch einen stetigen Vergleich des Ausgangs- mit dem Eingangssignal Verzerrungen deutlich reduziert werden. Dies funktioniert am besten, wenn die Verstärkung der ersten Stufe gering und die der zweiten hoch ist. Man strebt daher eine hohe Grundverstärkung (ohne RG) an und reduziert dann die Verstärkung durch den Gegenkopplungswiderstand RG, so daß sich ein hoher Gegenkopplungswert über die beiden Stufen ergibt. Der Quotient zwischen Grundverstärkung und tatsächlicher Verstärkung ist die Reserve, die die Schaltung nutzen kann, um Abweichungen "auszubügeln". Der Kondensator C3 sorgt dafür, daß die Gegenkopplung nur für Wechselspanungen wirkt, damit sich bei Veränderung von RG, über den man leicht die Gesamtverstärkung einstellen kann, der Arbeitspunkt nicht ändert. Der Widerstand RC2 wird zur Erzielung einer hohen Verstärkung oft mit einem Kondensator wechselspannungsmäßig überbrückt. Für Gleichströme (Strom im Arbeitspunkt) wirkt dann eine arbeitspunktstabilisierenden Gegenkopplung, Wechselströme hingegen verursachen durch den Kondensator keinen nennenswerten Spannungsabfall, so daß die zweite Stufe mit maximaler Verstärkung arbeitet. Man kann man statt eines zweistufigen Verstärkers, bei dem im Interesse einer hohen Grundverstärkung die zweite Stufe wechselspannungsmäßig nicht gegengekoppelt ist, einen vierstufigen aufbauen, bei dem die zweite, dritte und vierte Stufe in sich über den jeweiligen Emitterwiderstand gegengekoppelt ist, und das Ausgangssignal von der vierten statt wie oben von der zweiten Stufe über RG an die erste Stufe zurückführen, was die Gesamtverzerrungen nochmals reduziert. Das Spiel kann man allerdings nicht mit beliebig vielen Stufen fortsetzen, da sich die Signalverzögerungen der einzelnen Stufen addieren. Ab einer bestimmten Signalfrequenz wäre das rückgekoppelte Ausgangssignal durch die Verzögerung nicht mehr phaseninvertiert sondern phasengleich. Ohne besondere Maßnahmen würde dann der Verstärker schwingen.

npn-transistor_in_emitter-schaltung.txt · Zuletzt geändert: 2016/04/13 00:50 (Externe Bearbeitung)